Bündnis "Dresden Nazifrei" informiert

Veröffentlicht am 30.01.2012 in Bundespolitik

zusammen mit unseren PartnerInnen im Bündnis "Dresden Nazifrei!" ist es uns in den vergangenen zwei Jahren gelungen, Europas größten Naziaufmarsch zu stoppen und die Dynamik der rechten Aufmärsche in Dresden zu brechen. Tausende mutiger BlockiererInnen, darunter viele engagierte Jusos und SozialdemokratInnen, haben mit ihrem entschlossenen Handeln verhindert, dass alte und neue Nazis durch Dresden ziehen und ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten konnten. Trotzdem wollen auch diesen Februar wieder Nazis durch Dresden marschieren und ihre brandstifterischen Thesen lancieren. Das heißt für uns: Aller guten Dinge sind Drei! BLOCK DRESDEN 2012 - Wir blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist. Deshalb haben wir auf unserer Landesdelegiertenkonferenz und auf unserem Bundeskongress einstimmige Beschlüsse zur Unterstützung von "Dresden Nazifrei!" gefasst. Deshalb hat das Bündnis dieses Jahr bereits 35.000 Plakate verschickt. Deshalb bereiten bundesweit regionale Vorbereitungskreise die Anreise nach Dresden vor. Und deshalb organisieren unsere Genossinnen und Genossen in der ganzen Republik Busse, um uns in Dresden zu unterstützen.

Das unsere Blockaden ein wirksames Mittel in der Auseinandersetzung mit den Naziaufmärschen sind zeigen nicht nur die Erfolge aus den letzten beiden Jahren. Die für die Naziszene schmerzhaften Niederlagen haben dazu geführt, dass es nach wie vor keine öffentliche Mobilisierung der Neonazis für den 18. Februar 2012 gibt. Wir rechnen deshalb damit, dass der Hauptaufmarsch der Nazis am Montag, den 13. Februar stattfindet. Wir wollen auch an diesem Tag den Nazis entschlossen entgegentreten und sie blockieren. Da an einem Montagabend die bundesweite Beteiligung an den Protesten geringer sein wird ist es um so wichtiger, dass möglichst viele Menschen aus Sachsen und der Region nach Dresden kommen um sich den Nazis entgegenzustellen. Deshalb werden wir uns als sächsische Jusos auch an den Aktionen am 13. Februar beteiligen und rufen euch dazu auf, dies mit uns gemeinsam zu tuen.

Infos - Was ist also nun konkret geplant?

13.2., 13:30 Uhr
Auf dem Mahngang "Täterspuren" werden wir Orte nationalsozialistischer Verbrechen in Dresden aufsuchen. Damit treten wir dem Mythos der "Unschuldigen Stadt" entgegen und machen sichtbar, dass es auch im nationalsozialistischen Dresden TäterInnen gab, welche die Verbrechen der Nazis umgesetzt haben und Opfer, die dies erleiden mussten.

13.2., 18:00 Uhr
Die Nazis haben für den 13. Februar einen Fackelmarsch angemeldet, zu dem wir mit bis zu 2.000 TeilnehmerInnen rechnen. Im Anschluss an den Mahngang "Täterspuren" wird es daher angemeldete Sammelorte von Dresden Nazifrei geben. Wir werden versuchen, den Nazis mit Blockadeaktionen entgegenzutreten.

13.2., 18:00 Uhr
Gleichzeitig findet von 18:00 Uhr bis 18:15 Uhr die städtisch organisierte Menschenkette statt. Auch hier wollen wir Menschen dazu ermutigen, mit uns an die geplante Strecke der Neonazis zu kommen und den Protest ih Hör- und Sichtweite der braunen Ideologen zu tragen.

18.2., 10:00 Uhr
Trotz aller positiven Signale können wir auch für den 18. Februar noch keine Entwarnung geben. Bundesweit wurde dieser Termin im Eventkalender der Naziszene frei gehalten. Wir rechnen mit bis zu 1.200 Nazis, die in den Startlöchern stehen um an diesem Tag nach Dresden zu kommen. Deshalb bereiten wir uns auch für den 18. Februar auf Blockaden vor und mobilisieren weiter bundesweit für diesen Tag. Ab 10:00 Uhr wollen wir auf den Straßen sein um einen möglichen Naziaufmarsch auch dieses Jahr zu verhindern.

18.2., 12:00 Uhr
Sollten die Nazis nach unseren erfolgreichen Blockaden der letzten beiden Jahre tatsächlich auf einen Aufmarschversuch am 18.2. verzichten, so haben wir alternativ für 12:00 Uhr eine Demonstration am Hauptbahnhof angemeldet. Wir wollen in diesem Fall nochmal ein deutliches Zeichen setzen, dass wir uns entschieden gegen die Kriminialisierung antifaschistischen Engaments wenden und das völlig überzogene Vorgehen gegen BlockierInnen im letzten Jahr ablehnen. Damit senden wir auch ein Signal an all jene BlockiererInnen, die sich nach wie vor mit Verfahren aus dem letzten Jahr rumärgern.

 

Zitate

"Entsetzt sehen wir, dass der Kapitalismus, seitdem sein Bruder, der Sozialismus, für tot erklärt wurde, vom Größenwahn bewegt ist und sich ungehemmt auszutoben begonnen hat." - Nobelvorlesung 1999 - Günter Grass

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