SPD Sachsen verleiht Anna-Zammert-Preis 2012

Veröffentlicht am 26.09.2012 in Landespolitik

Zum dritten Mal hat die sächsische SPD den Anna-Zammert-Preis verliehen und damit Projekte und Ideen der SPD-Basisgliederungen prämiert

Die Jury um Ursula Fritzsche, Petra Köpping, Nina Soujon, Thomas Jurk, Gerd Habenicht und Holger Mann vergab den 1. Platz (400 Euro) an den Ortsverein Bischofswerda und Umgebung für das Projekt "Stadtregion Bischofswerda". In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und im Austausch mit der Wissenschaft werden Positionen für die Stadtregion Bischofswerda erarbeitet, in der Öffentlichkeit diskutiert und vorangetrieben.

Der 2. Platz (300 Euro) geht an den Ortsverein Görlitz, der mit seinem Projekt "Görlitz im Roten Meer 2013" im nächsten Jahr anlässlich der 150 Jahre Festlichkeiten der SPD über 1500 Menschen in roten T-Shirts am "Europamarathon" beteiligen will. Das Projekt ist inklusiv, überregional und bringt viele Akteure zusammen.

Den 3. Platz (200 Euro) erhielt der Ortsverein Reichenbach und Umgebung mit dem Projekt "Alternativer Stadtplan - Reichenbachs Erinnerungsorte der Sozialdemokratie". Der Ortsverein beschäf-tigt sich mit der Vergegenwärtigung sozialdemokratischer Geschichte. Mit dieser Arbeit wird u.a. an die 150-jährige Tradition der SPD erinnert.

Die Delegierten des Landesparteitages stimmten zudem über einen Publikumspreis (400 Euro) ab, der an den Ortsverein Leipzig-Altwest mit dem Projekt "Sommer-Fahrradtour des Ortsvereins" geht. Der Ortsverein erhielt den Preis, weil er Menschen und Kultur der Region mit Besuchen und Gesprächen verbindet. Dabei bewegt er sich selbst auf die Akteure zu und nimmt interessierte Nichtmitglieder mit.

In der SPD Sachsen sind insgesamt rund 150 Ortsvereine aktiv. Die Namensgeberin für den Preis, Anna Zammert, wurde 1898 in Delitzsch geboren. 1922 trat sie in die SPD ein, engagierte sich bei der Arbeiterwohlfahrt und wurde 1927 erste Frauensekretärin des Fabrikarbeiterverbandes. Von 1930 bis 1933 war Anna Zammert Mitglied des Reichstages und stimmte 1933 gegen Hitlers Ermächti-gungsgesetz. In der NS-Zeit führte sie in Leipzig den sozialdemokratischen Widerstand an und musste nach zweifacher Inhaftierung schließlich nach Dänemark und Schweden fliehen. 1975 kehrte sie nach Delitzsch zurück, wo sie 1982 verstarb.

 

Zitate

"Entsetzt sehen wir, dass der Kapitalismus, seitdem sein Bruder, der Sozialismus, für tot erklärt wurde, vom Größenwahn bewegt ist und sich ungehemmt auszutoben begonnen hat." - Nobelvorlesung 1999 - Günter Grass

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